Vom 16. September 2009 in: Fundstücke, Poetariat, Videos
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Andy Mellon hat der japanischen Gedichtform, dem Haiku, angenommen. Dieses besteht traditionell aus drei Gruppen, die jeweils fünf, sieben und wieder fünf Silben lang sind. Er hat das Ganze visuell adaptiert und in seinem Video diese drei Gruppen zeitlich untergebracht, also fünf, sieben und noch mal fünf Sekunden lang.

Visual:Haiku from Andy Mellon Makes Things on Vimeo.


Vom 11. Mai 2009 in: Poetariat
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In meinem Bad hängt eine Lampe an der Wand. Nichts Besonderes, nichts Teures oder Seltenes. Sie kommt aus Schweden, oder zumindest hat ein Schwede sie entworfen. Oder so. Jedoch hat meine Lampe unter einem schweren Schicksal zu leiden.
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Vom 19. Mai 2007 in: Poetariat
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Tausend Worte bräuchte man, um dem gerecht zu werden, was man fühlt.
Doch fehlt es gänzlich an Sprache.
Kein Wort, kein Gedanke, kein Ton will sich formen.
Im Angesicht jener Gefühle, scheint die Welt sprachlos geworden zu sein.
Nein.
Sprachlos nicht.
Inhaltslos.
Dumpf.
Leer.

Der Inhalt erstarrte aus Angst vor diesem Gefühl.
Die Menschen. Sie packen die Inhaltsleere ein.
In blumige Worte, die pervers hervorstechen in ihrer Nichtfunktion.
Nichtigkeit.
Unwichtigkeit.
Lächerlichkeit.

Leere Worthüllen, die dem Fühlenden das Gefühl rauben wollen.
Es ist gut gemeint. Doch der Fühlende will nicht beraubt werden. Er möchte, dass das Gefühl bleibt. Dass es sich dreht und die Seele bereichert, anstatt sie zu fressen.

Die Worte rauben nicht. Dazu sind sie zu schwach. Sie töten nur langsam. Und der Fühlende, Sprachlose, kann sich nicht wehren.
Wehrlos.
Hilflos.
Er würde gerne, aber die Gefühle, die erhalten möchte, sie nehmen ihm die Kraft.
Kraftlos.
Machtlos.
Sprachlos.

Manchmal töten Worte, obwohl sie eigentlich beleben sollten. Und das Gefühl, es bleibt zurück. Verstorben in der Seele, hinterlässt es einen modrigen Geruch, der künftig immer wieder herausdringen wird.

An Herbst- und Wintertagen.
An Regentagen.
In dunklen Nächten.

Dann fehlen sie einem wieder, die Worte.


Vom 4. April 2007 in: Poetariat
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An was kann man eigentlich denken und an was nicht?
Ich weiß, die Frage ist nicht sonderlich wichtig,
aber nehmen wir mal an,
unsere Gedanken reichen nicht an alles heran,
was sich so abspielt und was existiert.
Wer stellt sich dann hin und garantiert,
dass wir nicht totalen Quatsch erdenken
und uns in falsche Bahnen lenken?


Vom 29. März 2007 in: Poetariat
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»Ich schreibe mal kurz Geschichte«,
sprach er und wandelte kurz Gedichte
in sich nicht reimende Sätze
indem er sie zerfetzte.
Er formte um, er brach die Rhythmik
und stellte dann fest, er schrieb mit diesem Trick nicht
kurz Geschichte,
sondern nur eine Kurzgeschichte.

Dumm gelaufen.